Richtige Brut und Aufzucht der Küken

 

Die Richtige Brut und Aufzucht der Küken

Da ich ganz viele Fragen rund um das Ausbrüten der Eier und die Aufzucht der Küken bekomme, habe ich mich dazu entschlossen diese Seite mit einigen hilfreichen Tipps und genauer Brutanleitung zu erstellen.

Ich hoffe es werden dadurch einige Fragen geklärt!

 

1.  Die Bruteier kommen bei Euch an, bitte legt diese nicht sofort in den Brutapparat. Sie wurden durch den Transport            ordentlich durchgeschüttelt. Lasst die Eier noch einen Tag liegen, damit sie sich innerlich ordnen können.

2.  Ich gebe mir immer große Mühe, die Eier so zu verpacken, dass nichts kaputt geht. Sollte es doch einmal vor kommen      dass ein Ei einen Riss hat, kann dieser, wenn er nicht allzu groß ist, vorsichtig mit einem Stückchen Tesa zugeklebt          werden.

3.  Jetzt könnt ihr die Bruteier entweder von einer zuverlässigen Henne bebrüten lassen oder ihr legt sie in den                      Brutapparat ein, was natürlich mit wesentlich größerem Aufwand verbunden ist.

    Wenn ihr euch für die Naturbrut entschieden und gerade eine brütende Henne habt, dann gebt ihr einfach die Bruteier     in ihr mit Heu ausgelegtes Nest und stellt ihr etwas Futter und Wasser in Reichweite, da sie meist nur einmal täglich         das Nest verlassen wird. Nach 7 Tagen könnt ihr dann die Eier das erste Mal schieren und die unbefruchteten                  aussortieren. Den Rest bis zum Schlupf übernimmt die Henne selbst und auch aus dem Ei braucht man in der Regel           keinem Küken zu helfen.

 

    Entscheidet man sich für die Kunstbrut braucht ihr zuerst einmal einen guten Brutapparat. Meiner Meinung nach               taugen Flächenbrüter nicht sonderlich viel, da die Eier per Hand gewendet werden müssen und die Maschine dabei            natürlich geöffnet werden muss. So bleibt weder die Temperatur noch die Luftfeuchte konstant. Wir haben einen               vollautomatischen Motorbrüter ( King Suro 20) der wirklich super funktioniert und ich jedem nur empfehlen kann.

    Hier muss man einfach die gewünschte Temperatur sowie die Luftfeuchte digital einstellen und auch der                            Wendevorgang funktioniert automatisch.

    Mit diesen Werten brüte ich immer:


 Brutdauer  21 Tage
 Bruttemperatur  1 - 21 Tag 37,8 °C
 Luftfeuchtigkeit

 1- 18 Tag 53 %

 19 Tag 60 %

 20 Tag 65 %

Schlupftag 70 %

Wenden

 verläuft bei mir automatisch

 ab dem 18 Tag nicht mehr wenden

 

4.  Sind die Eier dann nach dreiwöchigem Warten endlich angepickt, lasst den Küken genug Zeit um aus dem Ei zu                 kommen. Normalerweise schaffen die Kleinen das innerhalb von 24 Stunden, steckt das Küken am 22 Tag immer noch        im Ei haben wir die Erfahrungen gemacht, dass es besser ist ihnen heraus zu helfen. Das geht im warmen Waser recht      gut und oft überleben es die Zwerge wenn sorgfältig gearbeitet wird auch. Wichtig ist, dass der Dottersack nicht               durchreißt, da in diesem Fall das Küken verblutet.

5.  Sind eure Küken geschlüpft, lasst sie am besten noch bis sie getrocknet sind im Brüter. Dann können die Kleinen in ihr      vorbereitetes Gehege gesetzt werden. Achtet darauf, dass die Wärmeplatte eingeschaltet und vorgeheizt ist. Taucht         das Schnabelspitzchen der Küken in ein Wassernäpfchen, damit die Süßen wissen, wie Trinken funktioniert. Dann              nichts wie unter die Wärmequelle mit den Kleinen.

6.  Am 2. Tag haben die Piepmätze ihre Nahrung aus dem Dottersack aufgebraucht und sollten nun langsam etwas                 essen. Nehmt eine flache Schale und hackt mir euren Finger in das Futter, dabei könnt ihr schon einmal euren Lockruf        üben.

   Was geben wir unseren Küken zu futtern?

   Unsere Zwergseidi-Küken bekommen:

  • in erster Linie Kükenmehl in das wir etwas Vasanaufzuchtsfutter unter mischen, sowie Haferflocken und getrocknete Shrimps
  • Möhren mit etwas Zwiebel oder Basilikum
  • Apfel und Birne
  • Banane
  • Weintrauben
  • Zwieback
  • Löwenzahn und Gras
  • Gruke und Zucchini
  • Salat
  • junge Brennesseln
  • gekochtes Ei
  • gekochten Reis, Nudeln und Kartoffeln

  Ganz wichtig ist, dass ihr sämtliches Futter winzig klein hackt, damit die Zwerge es überhaupt essen können.                Ihr solltet anfangs auch nicht zu viel von einer Sorte an Obst oder Gemüse füttern, sondern lieber kleinere Mengen und dafür abwechslungsreicher.

7.  Eure Küken werden sich, wenn es draußen nicht kalt ist, auch schon im Alter von ein paar Tagen über die ersten,      zuerst kurzen Ausflüge in den Garten freuen.

8. Sind eure Zwerge dann fast 2 Wochen alt könnt ihr ihnen statt Kükenmehl Kükengrütze geben. Diese Körnchen sind      etwas gröber.

9. Mit etwa 8 Wochen ist es dann an der Zeit die Wärmeplatte auszuschalten und den Hühnchen das normale Körnerfutter anzubieten.